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Kinofilm

Mein Kampf: Interview mit Regisseur Urs Odermatt und Hauptdarsteller Tom Schilling

Im Jahre 1910 reist der junge Hitler aus der tiefsten österreichischen Provinz nach Wien, um als Maler die ganze Welt zu erobern. In einem Männerheim in der Leichengasse mietet er sich ein, um dem großen Tag der Aufnahmeprüfung an der Akademie der Bildenden Künste entgegenzufiebern. Das ist die Ausgangslage des Kinofilms "Mein Kampf". Die Interviews mit Tom Schilling und mit Regisseur Urs Odermatt fanden im Rahmen der Diagonale 2010 statt.

Teil 1: Urs Odermatt{podcast id=12}Teil 2: Tom Schilling{podcast id=11}"Die besten Witze kommen von den Juden, und die, die nicht von Juden stammen, sind einfach nicht komisch. Humor hat für mich also nichts mit 'Witze erzählen' zu tun, also das Ironische, das die Deutschen so gut beherrschen und mit Humor verwechseln.
Humor ist ein Lebensweg und hat sehr viel mit Toleranz zu tun. Er ist relativierend, und natürlich spielt immer das 'Prinzip Hoffnung' eine Rolle, er ist ein Überlebensweg oder Rettungsweg, manchmal ist er die Heiterkeit der Verzweiflung. Im jüdischen Witz ist die Katastrophe verträglicher, damit man sie ertragen kann." Sagte einst George Tabori, der mit "Mein Kampf" ein Stück Theatergeschichte schrieb.

Regisseur Urs Odermatt traute sich an diesen nicht gerade einfach verfilmbaren Stoff heran, dafür hagelte es auch Kritik von vielen Seiten. Zu Unrecht. In den Hauptrollen zu sehen sind Tom Schilling als Adolf Hitler, Götz George als Schlomo Herzl, Bernd Birkhahn als Lobkowitz, Anna Unterberger als Gretchen, Wolf Bachofner als Himmlischst. //

Interviews und Text: Manfred Horak
Fotos: Filmladen Filmverleih


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Same Same But Different: Interview mit Detlev Buck, Benjamin Prüfer und David Kross

Längst zu einem globalen Problem von gigantischem Ausmaß mit Millionen von Toten geworden, gibt es bis heute vergleichsweise wenige Filme zum Thema HIV und AIDS. Same Same But Different vom Kreativ-Team Claus Boje und Detlev Buck nimmt sich nun dieser Thematik an.

Ein Film, "der mich", so Gery Keszler (Life Ball), "über die Maßen beeindruckt und berührt hat: Er ist authentisch wie kaum ein anderer und hat ein besonderes Feingefühl für Details, ohne Kitsch und Rührseligkeit." Über die Kernaussage des Filmes, über Liebe im Allgemeinen, über Leben mit HIV und über den Dreh in Kambodscha sprechen Detlev Buck, Benjamin Prüfer und David Kross. //

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: Filmladen Filmverleih











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Bitte tu mir weh: Antichrist von Lars Von Trier und Koma von Ludwig Wüst

v09-antichrist01Zwei Filme, die nicht unterschiedlicher sein könnten und doch einen gemeinsamen roten Faden mit sich herumtragen, feierten bei der Viennale 09 ihre Österreich-Premiere: "Antichrist" vom dänischen Filmemacher Lars Von Trier und "Koma" vom österreichischen Theater- und Filmemacher Ludwig Wüst.

Die Päpstin: Interview mit Johanna Wokalek

Johanna Wokalek, die Hauptdarstellerin des Kinofilms "Die Päpstin" unter der Regie von Sönke Wortmann bat zu einer knapp viertelstündigen Audienz und sprach mit Manfred Horak über Androgynität, Shakespeare, Kleist, über wissenschaftliche Beratung während des Drehs und natürlich über die Legende vom weiblichen Papst Johannes Anglicus.

Historische Dichtung und Wahrheit liegen oft nur Millimeter nebeneinander – what is real and what is not?, kann man da nur fragen. Im Falle um die Päpstin Johanna ranken sich unzählige Legenden, deren Wahrheitsgehalt bis heute umstritten ist, wobei die offizielle Meinung vorherrscht, dass es keine weibliche Päpstin gab. Ein Fall für das Kino also, das sich dieses historischen Themas annimmt. //

Text und Interview: Manfred Horak
Fotos: (c) Andreas Tischler, © 2009 Constantin Film Verleih GmbH











Ein typischer Fall von verpasster Chance

lemming-film01Die erste Verfilmung eines Romans aus der Krimireihe von Stefan Slupetzky wartet mit österreichischem Starensemble auf. Zu sehen sind Roland Düringer als Kotzbrocken-Polizist, Fritz Karl als Lemming, Julia Koschitz als Tierärztin, bis hin zu Dolores Schmidinger und Miguel Herz-Kestranek. Nur: All das hilft dem Film von Nikolaus Leytner nicht. "Der Fall des Lemming" ist ein typischer Fall von verpasster Chance.

Die Gräfin: Interview mit Julie Delpy, Daniel Brühl und William Hurt

Julie Delpy und Daniel Brühl; Foto: Filmladen

Die Herzogin: Interview mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Charlotte Rampling

Mit Opulenz und Farbenpracht, Glamour, Glanz und stilprägender Mode im 18. Jahrhundert wartet der Kinofilm "Die Herzogin" von Regisseur Saul Dibb mit Keira Knightley, Ralph Fiennes und Charlotte Rampling auf. Im Mittelpunkt steht die unglückliche Ehe von Georgiana Spencer, Vorfahrin von Lady Di.

Keira Knightley, Ralph Fiennes und Charlotte Rampling sprechen im Interview über Georgiana und den Herzog, über die Beziehung von Georgiana und ihrer Mutter, über das Drehbuch und ihre Rollen, über die Dreharbeiten an Originalschauplätzen bis hin zur gesellschaftlichen und politischen Rolle von Georgiana, sowie über die Parallelen von Georgiana und Lady Diana Spencer. //

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: © Filmladen Filmverleih











Contact High: Interview mit Michael Glawogger, Michael Ostrowski und Raimund Wallisch

Es geht darum, dass man der Welt mit einem gewissen Humor begegnet.

Im Steirisch/Deutsch/Englisch/Spanisch/Polnisch-sprachigen, also 5-sprachigen, Kinofilm "Contact High" von Regisseur Michael Glawogger, der auch gemeinsam mit Michael Ostrowski das Drehbuch schrieb, in "Contact High" also, geht es um eine Tasche.

Hans Wurst (Raimund Wallisch) und Max Durst (Michael Ostrowski) basteln an ihrer Karriere als Buffetmagnaten, der Kleinkriminelle Schorsch (Georg Friedrich) will eigentlich nur Autorennen schauen, was Mao (Pia Hierzegger) eigentlich könnte, müsste sie nicht auf die Tochter einer Freundin aufpassen, während Harry (Detlev Buck) sich am liebsten mit seinen blonden Mechanikern vergnügen würde. Aber Carlos (Jeremy Strong) Tasche macht allen ein Strich durch die Rechnung. Bald fliegen sie durch polnische Nächte, sehen Hunde, Schweine und Schwertfische und wundern sich, als sie einen Schaffner sagen hören: "Nächste Haltestelle: Drogomysel!" Michael Glawogger, Michael Ostrowski und Raimund Wallisch erläutern Peter Krobath die Querverbindungen zwischen Drogenkonsum, Slapstick-Komödien, Alice im Wunderland, Louis de Funes und Reisen, die in die falsche Richtung führen und trotzdem richtig enden. //

Podcast-Produktion:  Manfred Horak
Fotos: © Luna Filmverleih; © Lotus-Film/BojeBuck/Lukasz Niewiadomski





Der Knochenmann - die Filmkritik

knochenmann-minichmayr-hadeDer Quantensprung ist enorm. Waren die Brenner-Verfilmungen "Komm, süßer Tod" und "Silentium" bestenfalls guter Durchschnitt, so ist "Der Knochenmann", die dritte Wolf Haas Verfilmung der Brenner Romane von Wolfgang Murnberger mit Josef Hader, Birgit Minichmayr und Josef Bierbichler eine hervorragende Literatur-Verfilmung, ganz großes Kino.

Der Knochenmann: Interview mit Josef Hader

Wir hätten uns ja auch beim Gulasch essen treffen können. War aber nicht so. Josef Hader stand jedenfalls für ein ausführliches Interview bereit, schließlich ist schon wieder was passiert.

In 3 Tagen bist du tot: Interview mit Sabrina Reiter

Sabrina Reiter, die fulminant agierende Hauptdarstellerin von "In 3 Tagen bist du tot 2", spricht im Interview u. a. über ihre ganz persönlichen Lieblingsfilme und natürlich auch über den Erfolg des Horror Thrillers von Andreas Prochaska, sowie über die Anstrengung Gewaltszenen glaubwürdig umzusetzen und warum auf tirolerisches Lokalkolorit entschieden wurde.

Vicky Cristina Barcelona: Interview mit Penelope Cruz und Woody Allen

Woody Allen erzählt über die Idee zu "Vicky Cristina Barcelona", über das Filmemachen in Europa, und er spricht über Scarlett Johansson, Penélope Cruz und Javier Bardem, sowie über die Chemie der vier Hauptdarsteller bei den Dreharbeiten. Penélope Cruz wiederum spricht über Woody Allen, über das Verhältnis von Mann und Frau in dem Film und freilich auch über ihre Rolle.

Wie so oft bei Woody Allen verläuft auch die Geschichte wie sie in Vicky Cristina Barcelona erzählt wird nicht auf einer geradlinigen Ebene, sondern lenkt immer wieder in überraschenden Seitenbahnen ab und begibt sich - auch dies ein wiederkehrendes Motiv in den Geschichten von Woody Allen - auf die Suche nach der Antwort zur Frage "Was ist richtig? Was ist falsch? Soll man seiner Vernunft folgen, oder seinem Herzen?" //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Filmladen Filmverleih











Bob Dylan, die Liebe und der Blitz: Interview mit Regisseur Leander Haußmann

Es ist nicht nur die Liebe zwischen zwei Generationen, sondern auch die Liebe zwischen zwei unterschiedlichen Milieus, die im Kinofilm "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" aufgearbeitet wird. Zudem ist es eine "einzige Hommage", so Regisseur Leander Haußmann, "an Filme, die mir etwas bedeuten."

Darum: Ein Interview mit Daniel Glattauer

darum_harald_sicheritzDer neue Kinofilm von Harald Sicheritz ist die Verfilmung des Romans "Darum" von Daniel Glattauer. Im Gespräch erläutert der Autor die Unterschiede zwischen der Literaturvorlage und dem Film, sowie über seine Mitarbeit im Vorfeld zum Film.

Die vielen Gesichter des Bob Dylan: Interview mit Todd Haynes

Freigesprochen: Interview mit Peter Payer

"Freigesprochen", der Kinofilm von Peter Payer, ist eine zeitgemäße Adaption von Ödön von Horváths Drama "Der Jüngste Tag" aus dem Jahr 1937 und erzählt die Geschichte einer nicht delegierbaren Schuld und deren Auswirkungen vom ersten Schock bis zum letzten Schritt.

Falco, wir leben noch! Interview mit Thomas Roth und Manuel Rubey

Für mich ist alles eine Frage der Würde: Interview mit Nina Hoss

Nina Hoss

Die Schauspielerin Nina Hoss im Interview über den Beruf als Schauspielerin und über ihre Rolle im Kinofilm "Yella".

Myteriöse Pegah: Interview mit Elsa Sophie Gambard

Elsa Sophie Gambard

Am Hebel der Macht: Interview mit Hans Weingartner

Am Beginn des Interviews packte Hans Weingartner,  dem Regisseur von "Free Rainer - dein Fernseher lügt", noch reichlich die Müdigkeit, die sich im Laufe des Gesprächs aber zunehmend verflüchtigte.

Dein Fernseher lügt! Interview mit Moritz Bleibtreu

Beim Interview mit Moritz Bleibtreu waren insgesamt fünf Medienleute anwesend, die Eingangsfrage stellte eine junge Kollegin, die wissen wollte, wie es für Moritz Bleibtreu war mit dem Schauspieler Woody Harrelson im Zuge der Dreharbeiten für den Kinofilm "The Walker" zu schmusen. Na ja. Dennoch entwickelte sich der Round-Table zu einer recht ordentlichen Diskussion.

Auf der anderen Seite: Interview mit Fatih Akin

"Erich Fromms Buch 'Die Kunst zu lieben'", so der Regisseur Fatih Akin, "hat mich sehr beeinflusst. Ich bin fasziniert von menschlichen Beziehungen. Nicht nur auf der Ebene von 'Boy Meets Girl' oder wenn es um Sexualität geht. Auch die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sind unglaublich spannend. Oder ganz andere Verhältnisse zwischen Personen. Ich glaube, dass alle Kriege in der Welt daher rühren, dass die Menschheit nicht weiß, wie es geht, sich zu lieben. Ich glaube, dass das Böse ein Produkt der Faulheit ist. Es kostet einfach weniger Aufwand, Menschen zu hassen, als sie zu lieben."

Der Kinofilm "Auf der anderen Seite" ist der fünfte Spielfilm von Fatih Akin. Die Weltpremiere fand 2007 im Rahmen des Wettbewerbs der Filmfestspiele von Cannes statt. Stephanie Lang traf den Regisseur allerdings nicht in Cannes, sondern in Wien zum Interview. //

Interview: Stephanie Lang
Text und Podcast-Produktion: Manfred Horak
Foto: Filmladen











Die Herbstzeitlosen: Interview mit Bettina Oberli

Der Kinofilm "Die Herbstzeitlosen" unter der Regie von der 1972 in der Schweiz geborenen Bettina Oberli handelt von vier älteren Damen aus einem Bergdorf in der Schweiz, gespielt von den erfahrenen und schon lang verehrten Theaterschauspielerinnen Stephanie Glaser, Annemarie Düringer, Heidi Maria Glössner und Monica Gubser, die alle ihre wahren Jahrgänge nicht mehr bekannt geben.

Es ist ein großes Vergnügen, die Entwicklung dieser vier Frauen mitzuerleben, in einer Umgebung, die alles andere als "Entwicklung" sucht. Beglückend sind ihre Sinnlichkeit, ihr Schalk und ihr Einfallsreichtum, egal wie sich die Umstände gegen sie stellen. Ergreifend sind vor allem auch die alten Hände, und die präzisen Augen, die aus Samt und Seide, Spitzen und Bändern, etwas herstellen können, was jede Frau zur Königin der Nacht macht - ganz ohne große Töne. Ein sehr erfrischender Film über ein irgendwie auch bedrückendes Thema. //

Interview: Stephanie Lang
Text und Podcast-Produktion: Manfred Horak
Foto: Filmladen








Gucha: Interview mit Regisseur Dusan Milic

Der serbische Regisseur Dusan Milic versuchte mit dem Kinofilm "Gucha" einen ganz eigenen Weg zu finden, die Grundidee des Shakespeares-Dramas von Romeo und Julia zu erzählen - heraus kam ein farbenfreches C-Movie mit filmischen Stilelementen die an so manche Franz Antel-Filme aus den 1970er Jahren erinnert - wäre da nicht die alles überstrahlende kurvenreiche Brass-Musik, die den Film nicht nur rettet, sondern auch tatsächlich sehenswert macht, auch wenn die herangezogenen Vergleiche mit Louis Armstrong, Miles Davis und Chet Baker, die man im Vorfeld von einigen Seiten hörte, doch einigermaßen übertrieben sind, denn an diese drei Trompetengiganten reicht der junge Romeo nicht ran.

Zum Inhalt: Juliana (Aleksandra Manasijevic)  ist die Tochter des beliebtesten Trompeters Serbiens, genannt "Satchmo" (Mladen Nelevic). Sie verliebt sich ausgerechnet in Romeo (Marko Markovic), der die Trompete in einem konkurrierenden Roma-Orchester spielt. Der Chauvinist Satchmo tut alles, um die Beziehung zu verhindern. Nur zu einem Zugeständnis lässt er sich hinreißen: Wenn er ihn bei der Weltmeisterschaft der Blechbläser in Gucha besiegt, darf Romeo mit Juliana zusammen sein.

Viele echte Schauspieler sind im Film nicht zu sehen, die meisten sind professionelle Musiker, so auch der Romeo im Film, Marko Markovic, der zu seinem 18. Geburtstag das Markovic Orkestar von seinem Vater Boban "geschenkt" bekam und vorher bereits mehrere Jahre eben dort als Trompeter mitspielte. Die Musik zum Film wurde übrigens mit Ausnahme eines einzigen serbischen Volkslieds von Dejan Pejovic geschrieben, der damit vor mehreren Herausforderungen stand und diese auch zumeist bravourös umsetzte. Einerseits sollte er nämlich die verschiedenen Stilrichtungen der beiden rivalisierenden Kapellen herausarbeiten, die dann noch dazu von verschiedenen Orchestern gespielt werden. Und gleichzeitig sollte Romeos Trompete einen eigenen am Jazz orientierten möglichst innovativen Stil erhalten, der sich vom Rest der Band unterscheidet. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Filmladen






Hände weg von Mississippi: Interview mit Detlev Buck

Der Kinofilm "Hände weg von Mississippi" von Regisseur Detlev Buck ist nicht nur ein herzlicher Kinderfilm, sondern auch eine beinharte Globalisierungskritik.

Endlich Sommerferien! Die 10-jährige Emma, dargestellt von Zoë Charlotte Mannhardt, kann es kaum erwarten, wieder bei Großmutter Dolly, gespielt von Katharina Thalbach, auf dem Land zu sein. Bei ihrer Ankunft in dem kleinen Ort stellt sie zufrieden fest, dass alles ist wie immer. Aber das stimmt nicht ganz: Der alte Klipperbusch ist gestorben und sein Neffe Albert Gansmann, die Rolle des Ungustl übernahm Christoph Maria Herbst, von Emmas Freunden nur der "Alligator" genannt, verplant das zukünftige Erbe auf seine Art. Mit dem Anwesen hat er Großes vor, für Klipperbuschs Stute Mississippi allerdings ist da kein Platz mehr. Deshalb bestellt er kurzerhand den Pferdeschlachter. Emma kann Dolly in letzter Minute überreden, Gansmann das Pferd abzukaufen. Ab jetzt gehört Mississippi Emma. Doch schon kurze Zeit später steht Gansmann vor der Tür und möchte die Stute gern wieder haben. Spontane Tierliebe wird es nicht sein, die ihn antreibt. Was also steckt hinter Gansmanns Wunsch? Emma, Dolly und ihre Freunde brauchen in diesem spannenden Sommer Einfallsreichtum, Mut und Entschlossenheit, um nicht nur die Stute Mississippi vor Gansmann zu retten.

"Hände weg von Mississippi" entstand nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke unter der Regie von Detlev Buck im Sommer 2006 in Mecklenburg-Vorpommern und ist letztendlich ein großer Familienspaß, in dem das so genannte Gute - noch - die Oberhand behält, ähnlich wie in den Abenteuern von Asterix und Obelix. Der Lebensraum als Idylle. Globalisierung? Okay, aber bitte nicht in der fiesen Art. Regisseur Detlev Buck - er schlüpfte zudem in die Rolle des Dorfpolizisten Otto - gelang mit dem Film ein großes Thema kindergerecht aufzubereiten, und suchte sich auch sehr gute alte Lieder, countrygerecht bearbeitet, aus, tappt jedoch zweimal mit dem reichlich unmotivierten Einsatz von belanglos formatierter Musik selbst in die Globalisierungsfalle, das beinahe diesen schönen Film zum Einsturz bringt. //

Interview: Stephanie Lang
Text und Podcast-Produktion: Manfred Horak
Fotos Filmladen





 

Interview mit Sabine Timoteo und Ludwig Wüst

Ein Podcast, zwei Gespräche. Der rote Faden: Der Umgang mit Konflikten.
Im ersten Teil sprechen zwei Frauen, nämlich Stephanie Lang und Sabine Timoteo, übers Frausein, im zweiten Teil spricht Stephanie Lang mit Ludwig Wüst über seinen Film "Zwei Frauen".

Die Fälscher: Interview mit Karl Markovics und Stefan Ruzowitzky

"Ich hatte die tollste Besetzung, die beste Crew und die beste aller Familien zu Hause, daher war es einfach für mich", so Ruzowitzky in der Dankesrede bei der Oscar-Verleihung.

Schwere Jungs: Interview mit Nicholas Ofczarek

"Schwere Jungs" ist der zweite Spielfilm von Marcus H. Rosenmüller. Es ist eine bayrische Komödie anhand einer wahren Begebenheit aus den 1950er Jahren, wobei das Ende der Geschichte in entscheidender Weise umgeschrieben wurde: im Film entscheiden sich die Sportler freiwillig, und werden nicht wie in Wahrheit von den Trainern im Moment der Momente einfach aussortiert, was wohl im realen Leben fatale Auswirkungen auf die Betroffenen hatte.

Stephanie Lang traf sich mit einem der Hauptdarsteller des Kinofilms Schwere Jungs, Nicholas Ofczarek, der diese, und noch so manch andere Geschichte erzählt. //

Interview und Text: Stephanie Lang
Podcast-Produktion: Manfred Horak
Foto: Filmstill












 

Lenz: Interview mit Regisseur Thomas Imbach

"Lenz" ist ein Film von Thomas Imbach anhand von Büchners Geschichte über einen nach Heilung suchenden Schriftsteller - herausgekommen ist ein hervorragend gemachtes "Homemovie" eines Filmemachers. Man erlebt die Verzweiflung eines Mannes, der den Boden unter den Füssen verloren hat, und bei seinem Sohn und seiner Ex-Frau Halt sucht.

Die Wahl seiner Mittel sind vielschichtiger Natur. Lässt man sich drauf ein, wird es eine wilde Fahrt ins immerwährende Nirgendwo. Thomas Imbach erzählt im Gespräch mit Stephanie Lang über seinen Umgang mit dem Charakter "Lenz". //

Interview und Text: Stephanie Lang
Podcast-Produktion: Manfred Horak
Foto: Lenz Promo











 

Winterreise: Interview mit Hans Steinbichler

Der Kinofilm "Winterreise" von Hans Steinbichler ist wie eine moderne Oper über ein sehr traditionsreiches Krankheitsbild, das in all seinen fiebrigen Auswirkungen der Schauspieler Sepp Bierbichler berührend verkörpert. Es ist ein eindringlicher Film, der keine Angst vor großen Gesten hat.

Die Theatralik webt sich in den Alltag, dass es einem in so mancher Szene an Fassbinder  erinnert. Stephanie Lang traf Hans Steinbichler nach der Filmpremiere zu einem Interview.  //

Interview und Text: Stephanie Lang
Podcast-Produktion: Manfred Horak
Foto: Winterreise Promo