Chanson
Je länger ich lebe, umso freier kann ich singen

Getroffen haben wir uns in einem Café nächst Volkstheater Wien, ihrer Hauptwirkungsstätte, um über Edith Piaf, Zaz, Theaterrollen und über Grenzen, die nicht dort sind, wo man den Pass herzeigt, zu sprechen. Maria Bill legt nach vier deutschsprachigen Alben und zwei Chanson Alben ein weiteres bemerkenswertes Album nach, "Bill singt Piaf".
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"Wir möchten Sie, hochverehrtes Publikum, gnädigst bitten, uns die Möglichkeit einzuräumen, noch ein Stück zu spielen." So etwas sagt Max Raabe - und zwar genüsslich - nachdem das Publikum in der brodelnden Wiener Stadthalle am 14.10.2011 ihn mehr nötigt als bittet, noch einmal ans Mikrofon zu treten. Man darf guten Gewissens kommentieren: Das ist bezeichnend.
Geradezu ein Quantensprung gelang Max Raabe gemeinsam mit Annette Humpe - der früheren Sängerin von Ideal, Produzentin und Komponistin - mit dem Album "Küssen kann man nicht alleine".
In der Vorweihnachtszeit ist es quasi erlaubt, sentimental zu werden, Kitsch zu mögen und
Man würde nicht lügen, wenn man - noch vor Veröffentlichung und erstem Hören - behauptete, bei der Produktion "Übers Meer" von Max Raabe handele es sich um ein Hitalbum. Es reicht ein Blick auf die Titelliste.
Im zweiten Teil der auf Vier mal 3-CDs angelegten Kompilation geht es um die Grundthemen Heißer Herbst – Protest und linke Lieder (CD 4), Trau Dich – Bewegte Lieder und Träume von einer besseren Welt (CD 5) und um Neue Töne in der DDR (CD 6).
Beginnend in den frühen 1960er Jahren begibt sich diese auf mehrere Teile angelegte Kompilation auf die Spurensuche deutschsprachiger Lieder. Deutsche Liedtraditionen stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie die damals aufkommende Liedermacherszene (ein Begriff, der im übrigen bis ins Jahr 1712 zurückreicht) rund um Franz Josef Degenhardt, Wolf Biermann und Hanns Eisler.
Kabarettistische Jazz-Chansons ist das Konzept von Ulrich Michael Heissig alias Irmgard Knef, die verlorene – und freilich fiktive – Schwester der verstorbenen Hildegard Knef.
Vom italienischen Liedpoet Gianmaria Testa liegt mittlerweile eine beachtliche, absolut empfehlens- und sammelnswerte Liedersammlung vor. Mit „extra-muros“ wird diese nun mit einem ursprünglich bereits im Jahr 1996 veröffentlichten Album ergänzt.