Hello, Dolly! an der Volksoper Wien
"Hello, Dolly" ist eine musikalische Komödie die 1964 in New York am St. James Theatre stattfand, also vor bald 50 Jahren, sie hat jedoch nichts an ihrer Aktualität verloren. Immer noch ist es der Menschen höchstes Ziel einen geeigneten Partner zu finden.
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Es ist ein alter Hut, dass es nicht immer einfach ist, Männlein und Weiblein an die Frau beziehungsweise an den Mann zu bringen, so haben Heiratsvermittler und (heute) Online Singlebörsen immer Saison. Die Rolle von Mrs Dolly Levi wird von der ungeheuer bühnenpräsenten Sigrid Hauser verkörpert. 1984 wurde diese von Dagmar Koller dargestellt, Vergleiche sind meiner Meinung nach unzulässig, denn was die eine Darstellerin nicht mitbrachte, wird von der anderen wettgemacht. Man kann nicht Äpfel mit Birnen mischen. Sigrid Hauser versteht es fulminant, der Figur einen Hauch von liebenswerter Berechnung, Klugheit einzuhauchen, man sieht lächelnd über die Tatsache hinweg, dass Männer manchmal beinahe gegen ihren Willen heiraten. Stimmlich würde ich mir persönlich eine etwas gedecktere Höhe wünschen, Höhepunkt war sicher ihr großer Auftritt im Harmonia Gardens, eine solch gute darstellerische Leistung, besonders in den komischen Szenen, in der ihr auch die Kabarett-Erfahrung zu Gute kommt, macht ihr so rasch keiner nach. Robert Meyer spielt Horace Vandergelder wie er leibt und lebt, ich kann nur immer wieder betonen, welch Glücksgriff dieser begnadete Darsteller in jeder Hinsicht für die Volksoper ist. Das Paar Meyer-Hauser ist es schon alleine wert sich eine Vorstellung anzusehen. Exzellent das restliche Ensemble, allen voran der Barnaby von Peter Lesiak, der tanzt und singt, als ginge es um sein Leben, sehr homogen und gut auch die Tanzeinlagen, Ballett und Chor. Ein rücksichtsvoller John Owen Edwards dirigierte das nicht immer, aber diesmal sehr "folgsame" Volksopernorchester. Eine tolle empfehlenswerte Aufführung, bei der alle Protagonisten sichtlich Freude am Spiel hatten. (Karin C. Ruprecht)
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